Schwimm-Kopfhörer ermöglichen Musik und Podcasts während des Trainings im Wasser. Dieser Guide erklärt Technologien wie Knochenleitung, Streaming und Unterwasser-Audio.
Schwimmen gehört zu den effektivsten Ausdauer- und Ganzkörpertrainings. Der gleichmäßige Rhythmus der Bewegungen, kontrollierte Atmung und das Gefühl im Wasser machen Schwimmen für viele Menschen besonders angenehm.
Gleichzeitig können lange Trainingseinheiten im Pool manchmal monoton wirken. Genau deshalb möchten immer mehr Schwimmer während des Trainings Musik oder Podcasts hören.
Bei Sportarten wie Laufen oder Radfahren ist das selbstverständlich. Beim Schwimmen war es lange Zeit jedoch deutlich komplizierter.
Der Grund liegt in der Technologie.
In diesem Guide erklären wir:
- wie Schwimm-Kopfhörer funktionieren
- warum Bluetooth unter Wasser nicht funktioniert
- welche Technologien Musik im Wasser ermöglichen
- welche Systeme Streaming beim Schwimmen erlauben
Warum viele Schwimmer Musik beim Training hören möchten
Musik kann beim Training mehrere Vorteile bieten.
Viele Sportler berichten, dass Musik dabei hilft:
- einen gleichmäßigen Trainingsrhythmus zu halten
- Motivation während langer Einheiten zu steigern
- monotone Trainingsphasen angenehmer zu gestalten
- Konzentration beim Solo-Training zu verbessern
Auch Podcasts oder Hörbücher werden immer beliebter für längere Trainingseinheiten.
Warum normale Kopfhörer beim Schwimmen nicht funktionieren
Die meisten kabellosen Kopfhörer verbinden sich mit dem Smartphone über Bluetooth.
Bluetooth funktioniert sehr gut in der Luft. Unter Wasser verhält sich das Signal jedoch völlig anders.
Wasser absorbiert hochfrequente Funksignale sehr schnell. Sobald ein Schwimmer untertaucht, verliert das Smartphone deshalb in der Regel die Verbindung zu den Kopfhörern.
Deshalb funktionieren klassische Bluetooth-Earbuds im Pool nicht.
Knochenleitung – die wichtigste Technologie für Schwimm-Kopfhörer
Viele moderne Schwimm-Kopfhörer nutzen Knochenleitungstechnologie.

Dabei wird der Schall nicht über Lautsprecher im Ohr übertragen, sondern über Vibrationen im Schädelknochen direkt zum Innenohr.
Das hat mehrere Vorteile:
- die Ohren bleiben frei
- der Klang bleibt auch im Wasser hörbar
- der Kopfhörer sitzt stabil beim Schwimmen
Knochenleitung hat sich deshalb als eine der beliebtesten Technologien für Schwimm-Audio etabliert.
Zwei Arten von Schwimm-Kopfhörern
Heute gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Systeme.

Kopfhörer mit integriertem Speicher
Viele Schwimm-Kopfhörer speichern Musik direkt im Gerät.
Dafür müssen MP3-Dateien vor dem Training auf den Kopfhörer übertragen werden.
Dieses System ist zuverlässig, erfordert jedoch Vorbereitung.
Streaming-Systeme für Schwimmer
Neuere Systeme ermöglichen auch Musik-Streaming während des Schwimmens.
Dabei wird ein Sender am Beckenrand platziert, der mit dem Smartphone verbunden ist.
Der Sender überträgt das Audiosignal an den Kopfhörer im Wasser.
Dadurch können Schwimmer Musik oder Podcasts direkt von ihrem Smartphone hören.
Streaming beim Schwimmen mit Rayofi SwimComm
Das Rayofi SwimComm System nutzt einen kleinen Sender, der mit dem Smartphone verbunden wird.

Der Sender überträgt das Audiosignal über ein FM-Funksignal zum Kopfhörer im Wasser.
Da FM-Signale besser durch Wasser übertragen werden als Bluetooth, können Schwimmer Musik direkt streamen.
Damit lassen sich zum Beispiel hören:
- Spotify-Playlists
- Podcasts
- Hörbücher
- Streaming-Musik
Coaching-Funktion für Schwimmer
Ein zusätzlicher Vorteil einiger Systeme ist eine Coaching-Funktion.
Beim Rayofi SwimComm können Trainer über eine Push-to-Talk-Funktion mit Schwimmern im Wasser kommunizieren.
So lassen sich Trainingshinweise während der Einheit direkt geben.
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- Warum Bluetooth unter Wasser nicht funktioniert.